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10.-12. Mai 2019 Inselhalle Lindau am Bodensee

Hier gibt's alle Informationen zum Kongress!

Von 124 angebotenen Workshops sind 11 von Österreicherinnen und Österreichern. Hier die Kurzbeschreibungen ihrer Workshops:

Susanna Weilke, Regina Nemeth

VERTRAUEN ALS GRUNDLAGE IN AGILEN ORGANISATION

Workshop Im OK-Coral sind die Varianten vom Selbstvertrauen bis zum generellen Misstrauen gut ersichtlich. In der 3dimensionalen Variante (ich-du-sie) wird unsere Haltung noch transparenter. Wie begegnen wir einander in einer Organisationsform, in der das Vertrauen als DIE grundlegende Kultureigenschaft benötigt wird? Was bedeutet das für uns TA’lerInnen in der Arbeit im Organisationsbereich? Im Rahmen der Autonomieentwicklung erarbeiten wir uns die „OK-ness“ stufenweise und können damit die Entwicklung des Einzelnen inkl. ungewollter Ehrenrunden begreifbar machen. In unserem Workshop möchten wir Wege der Arbeit mit unseren TA Modellen in agilen Organisationen aufzeigen. „OK-ness“ spürbar und erlebbar machen, das Gewinner-Dreieck in den Arbeitsalltag integrieren, Autonomie für Mitarbeitende, denen auf Augenhöhe begegnet wird, leben. Die TA trägt mit ihren stabilisierenden Modellen einen Teil dazu bei, dass wir in agilen Organisationen den Halt nicht verlieren. Zielgruppe: Alle

Susanne Alt

AN ORGANISATIONEN KANN MAN SICH NICHT FESTHALTEN. ODER KÖNNEN SIE DOCH HALT GEBEN?

Mit immer weniger Menschen soll mehr geleistet werden. Mitarbeiter sollen flexibler sein. Begründet wird dies mit sich rasch ändernden, vielfältigen Anforderungen. Management und Führungskräfte scheinen darum zu ringen, den sich rasch ändernden Anforderungen, gerecht zu werden. Und ich frage sie: „In dieser schwierigen Situation: Was gibt Dir Halt? Wie bewahrst Du Haltung?“ Schnelle und häufige Veränderungen sollen mit ebensolcher Wendigkeit beantwortet werden: Mit Agilität von Führung, Projekten und Organisation. Agilität braucht eine weitreichende Übernahme von Verantwortung. Und Delegation von Verantwortung braucht Leitlinien, Vertrauen, ein Umfeld das Eigenständigkeit möglich macht. Was kann jede/r Einzelne dazu beitragen? Welche Unterstützung kann die Organisation geben? Und was kann – oder muss? – die Gesellschaft dazu beitragen? Ich stelle meine Gedanken zum Thema vor, anhand derer sich die Teilnehmer/innen austauschen können, um das eigene Erleben zu reflektieren und neue Impulse zu bekommen. Und das ein oder andere TA-Konzept wird uns dabei Halt und Haltung geben. Zielgruppe: Alle

Dr. Klaus Sejkora, Prof. Dr. Henning Schulze

DIE MENSCHEN SEIN, DIE WIR WIRKLICH SIND – POSITIVE TRANSAKTIONSANALYSE UND DIE FÜNF GRUNDHALTUNGEN

Wir werden nicht als Prinzessinnen oder Prinzen und auch nicht als Frösche geboren, sondern als Menschen. Als diese haben wir die ursprüngliche somatische „Ich bin OK – du bist OK“-Grundhaltung. In der Entwicklung unseres Skripts bilden wir die drei anderen Grundhaltungen als Selbstschutz aus. Hier werten wir Teile unseres Menschseins und des Menschseins der Anderen ab. Wenn es uns gelingt, unser Skript konstruktiv zu nutzen, können wir im Hier und Jetzt die erwachsene/ autonome fünfte Grundhaltung „I’m OK you’re OK – for real“ (Fanita English) einnehmen. Das bedeutet, dass wir mit unserem ganz persönlichen (Geworden-)Sein als die Menschen leben und uns in Beziehung setzen können, die wir wirklich sind. In diesem Workshop geht es uns um ein tieferes Durchdenken und Durcharbeiten der Landkarte der Lebenspositionen: „Positive TA“ statt „Simple TA“. Wir arbeiten dabei mit Inputs, Fallbeispielen, Übungen und Gruppendiskussionen. Zielgruppe: Alle

Dr. Sylvia Schachner

HALT GEBEN DURCH TA-HALTUNG, SOZIALE VERANTWORTUNG WAHRNEHMEN UND LEBEN

Gewalt gegen Frauen, Kinder oder Minderheiten ist ein Thema, das uns alle betrifft. Gerade in der heutigen Zeit, in der Populismus und einfache Lösungen an Bedeutung gewinnen, ist unsere Haltung als Transaktionsanalytiker gefragt. Ethik und Grundannahmen der Transaktionsanalyse geben den Rahmen und Orientierung, die Modelle der TA das Wie mit solchen Situationen umzugehen. In meinem Workshop möchte ich mich mit der Frage auseinander setzen, wie wir als TA Gemeinschaft soziale Verantwortung wahrnehmen um diesen Phänomenen begegnen können. Zielgruppe: Alle

Dr. Werner Vogelauer

„HALTUNG UND COACHING“

Der ok-Corral – Coaches und ihre (möglichen) Haltungen mit Praxisbeispielen – Wie geht der Coach mit Coachees und deren unterschiedlichen OK-Haltungen um? – Was ist optimale Grundhaltung im CoachingProzess und die Beeinflussung der Coachee-Haltung dabei? – Mein „Corallogramm“ und meine typischen Muster – Entwicklungsmöglichkeiten. Zielgruppe: Alle

Norbert Berggold

„DIE HALTUNG IN ORGANISATIONEN“

Wie entsteht Organisationskultur? Welchen Einfluss nimmt die /der Mitarbeiter*in auf die Organisationskultur? Wer bestimmt die Organisationskultur; verändert sie sich im Laufe der Zeit? Wir betrachten die Modelle der Transaktionsanalyse, die den Zustand von Organisationen beschreiben. Vertragskonzepte, Trübungen, Symbiosen, Discounts, das OK-Konzept, das Antreiber-Konzept und andere tools werden wir im Hinblick auf die Organisation und deren Auswirkung auf die Mitarbeiter*innen der Organisation kennenlernen. Ich werde Inputs geben, die wir in Einzel- und Gruppenarbeit reflektieren und besprechen. Zielgruppe: Alle

 Helmut Bickel

HALT UND ORIENTIERUNG IN ENTWICKLUNGSPROZESSEN

Die Begleitung von Entwicklungs- und Veränderungsprozessen ist für alle Beteiligten eine Abenteuerreise. Nicht selten dauert so eine Reise viele Jahre in denen mal der Eine, mal der Andere den Halt verliert, abrutscht, strauchelt und wieder aufs Neue Halt findet. Landkarten wie das Autonomiekonzept des französischen Transaktionsanalytikers V. Lenhardt helfen das Ziel all dieser Bemühungen nicht aus den Augen zu verlieren. In diesem Workshop möchte ich meine Ideen dazu in Form eines 4-Phasen-Modells präsentieren. Es hilft dabei, sich die Kräfte einzuteilen, Erfolge zu erkennen, zu würdigen und die Mühen der Ebene zu überwinden. Ich werde das Modell an Hand von Beispielen aus Personalarbeit, Schule, Erziehung und Therapie anschaulich machen. Zielgruppe: Alle

 Rainer Dirnberger

SPIRITUALITÄT IN DER PSYCHOTHERAPIE/BERATUNG, ZWISCHEN „NO GO“ UND IDEALISIERUNG

Wenn wir Spiritualität, jenseits von religiösen Zuschreibungen, esoterischen Phantasien, romantischen Vereinfachungen oder medizinischer Pathologisierung, begreifen, öffnet dies den Raum für ein besonderes, bereicherndes Erfahrungspotential. Welches Verständnis von Spiritualität brauchen wir aber, um dieses Potential in Beratung und Psychotherapie konstruktiv „heben“ zu können? Mit der Idee einer „Aufgeklärten Spiritualität“ wird ein Bezugsrahmen vorgestellt, der es ermöglicht, spirituelle Fragen und spirituelle Erfahrungen, unabhängig von religiösen/esoterischen oder medizinischen Zuschreibungen und Deutungen, zu verstehen und in einem Beratungs-/Therapiekontext zu „behandeln“. Voraussetzungen und Implikationen dazu werden dargelegt und diskutiert. Zielgruppe: Alle

Nikoletta Zambelis

G‘SCHEITER SCHEITERN – DENK-UND HANDLUNGSOPTIONEN FÜR EIN G‘SCHEITERES SCHEITERN

Unsere aktuellen Gesellschafts“normen“ haben eine Tabuisierung von Scheitern erzeugt. Scheitern darf nicht passieren, weder persönlich, noch in Organisationen, wer scheitert ist out, wird beschämt und erstarrt im schlechtesten Fall. Doch was Scheitern eigentlich bedeutet und wie ich mit meinem Scheitern, oder dem anderer konstruktiv umgehen kann, lässt sich anhand der Ich-Zustände der TA fantastisch reflektieren. Ziel des Workshops ist es, eine selbst- und fremdfreundliche Haltung zum Thema Scheitern zu entwickeln, die es erlaubt ins neugierige Experimentieren und Weiterentwickeln einzutauchen anstatt in vorsichtiger und fehlervermeidender Erstarrung zu verharren. Zielgruppe: Alle

Agnes Hofer

WER INNE HÄLT, ERFÄHRT INNEN HALT – WIE HALTUNGEN AUS MEDITATION UND YOGA DIE AUTONOMIE STÄRKEN

Transaktionsanalyse an der Schnittstelle zu Achtsamkeit, Meditation und Yoga. Ein interdisziplinärer Austausch. Der chinesische Philosoph Laotse meinte einst „Wer inne hält, erfährt innen Halt.“ Diesen inneren Halt, den wir durch Meditations- und Yogapraxis erfahren können, möchte ich in Verbindung zur Autonomie als Ziel der Transaktionsanalyse setzen und mit angeleiteten Übungen aus Meditation und Yoga zur Kultivierung und Schulung der Achtsamkeit (im Alltag, in der Pädagogik und Beratung) erlebbar machen. Den theoretischen Hintergrund bilden inhaltliche Überschneidungen in der Literatur von Transaktionsanalyse, Yoga und Meditation. Zielgruppe: Alle

 Luise Lohkamp, Dr. Michael Thanhoffer

KEIN HALT VOR DER HALTUNG! MIT DEM YETI-KONZEPT GEMEINSAM VERÄNDERUNGEN ERMÖGLICHEN

Der Yeti. Ein Fabelwesen? Oder eine Rasse, die stillschweigend die Erde geräumt hat, bevor wir Menschen diese „Aufgabe“ rücksichtslos übernommen hätten? So wie sich manche Idee diskret selbst begräbt, bevor unsere inneren Kritiker gnadenlos zuschlagen. Wie der Yeti halten sich Ideen hartnäckig, zumindest im Vorbewussten und damit im Körper. Wie beim Yeti finden wir Spuren, die uns an unsere innovative Idee, an das Wagnis erinnern und uns kurz spekulieren lassen: was wäre, wenn es das tatsächlich gäbe? Und da wir Beziehungswesen sind, brauchen Inspirationen Geburtshilfe, wohlwollende Unterstützende, die uns Halt geben. Erst recht, wenn diese Ideen, würden sie ins Licht der Umsetzung treten, Veränderungen für mich oder meine Organisation bedeuten – noch schwieriger: Eine andere Haltung abverlangen. Im Workshop, gemeinsam mit Ralf-Rüdiger Fassbender und Lisa Lohkamp, veranschaulichen wir, Veränderungsideen zur Welt zu bringen und erkunden, wie uns die Yeti-Suggestion hilft. TA Modelle ebenso wie hypnosystemische und Embodiment-fokussierte Methoden kommen zur Anwendung. Zielgruppe: Alle